5.000 Euro für eine Friseurklasse

Seit nunmehr 16 Jahren sammelt die Intercoiffure Deutschland Spendengelder, um damit Friseurausbildungsstätten auf der ganzen Welt zu unterstützen. Damit wird jungen Menschen eine Perspektive gegeben, um dem drohenden Elend zu entgehen. Ein Engagement, das still und leise aber sehr erfolgreich vonstatten geht.
Die meisten von den Kindern und Jugendlichen leben in den sogenannten Favelas, den Slums der brasilianischen Großstädte – sieben Millionen soll es von ihnen geben, darunter rund zwei Millionen Prostituierte im Alter von weniger als 15 Jahren. Hinter den schier unvorstellbaren Zahlen stecken Einzelschicksale und die meisten davon ohne wirkliche Perspektive. Diese Kinder und Jugendlichen sind der Armut, dem Drogenkonsum, der Kriminalität und der Prostitution oftmals schutzlos ausgeliefert. Angesichts von so viel Elend entschloss sich im Jahr 2004 Intercoiffure Mondial die Initiative „Intercoiffure Education for Life“ ins Leben zu rufen. Gemäß dem Motto „Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt; lehre ihn fischen, und er wird nie wieder hungern” soll „Jugendlichen eine Ausbildungschance gegeben werden, damit sie eine Perspektive inmitten des sie umgebenden Elends bekommen“, so der Intercoiffure Weltpräsident Klaus Peter Ochs.

Golfspielen für guten Zweck

Seit 2006 fließen Gelder. Jens Dagné, Chairman of the Committee for Education for Life ist dafür zuständig, diese Gelder zu besorgen und zu verteilen. Dafür werden auf den Intercoiffure-Kongressen weltweit und allen voran beim deutschen Charity Golf-Cup Spenden gesammelt. So kamen beim diesjährigen Golfturnier dank der Teilnehmer und der Sponsoren des Projekts 9.000 Euro zusammen, die zu hundert Prozent in Spendenprojekte fließen.
Ausbildungsstätten für Straßenkinder oder Kriegswaisen in Mittelamerika, Afrika und Europa
Inzwischen sind es sechs Schul- und Kinderdorfprojekte, die von „Education for Life“ gefördert werden. Davon liegen alleine drei in Brasilien. In der Schule „Casa do Menor“ in Sao Miguel Arcanso wurde bereits vielen Jugendlichen eine bessere Zukunft ermöglicht und auch mit dem zweiten und dritten Projekt in Brasilien in Fortaleza (im Norden) und dem Tesourina- Project „little scissors“ – unter den Brücken von Sao Paulo – wird Teenagern eine Berufsausbildung geboten. Drei weitere Friseurausbildungsstätten für Straßenkinder in Rumänien, eine für bosnische Waisenkinder und zuletzt auch eine Schule in Südafrika sind inzwischen dazugekommen. Die rumänischen und das bosnische Kinderdorf werden durch die deutsche Stiftung „Kinderzukunft“ unterhalten und geleitet. So leben in dem bosnischen „Friedensdorf Selo Mira“ zum Beispiel mehr als 120 Kriegswaisen, die hier ein neues Zuhause bekommen haben und denen verschiedene Ausbildungswege angeboten werden. Darunter dank der Hilfe der Intercoiffure auch die Friseurausbildung.